Billy Idol
Billy Idol war in seiner erfolgreichsten Zeit keineswegs ein reiner Punk. In seiner ersten Band Chelsea spielten zwar spätere Szenegrößen wie Mick Jones (The Clash) und Brian James (The Damned). Nach der Chelsea-Zeit mischten sich jedoch vermehrt Elektro-Einflüsse in seine Musik. Ein radiotauglicher Mix aus New Wave, Punk, Rock und Pop verhalf ihm zusammen mit seiner neuen Band Genration X zum endgültigen Durchbruch - doch drei Alben später brach die Band auseinander. Da hatte er dem snobistischen England bereits den Rücken gekehrt und war in die USA ausgewandert, wo er bald als "wasserstoffgebleichter Albtraum eines Rockers, der ständig die geballte Faust reckt und in Elvis-Imitation höhnisch die Lippen kräuselt" (New Musical Express) berühmt wurde. "Rebell Yell", "Dancing With Myself" und "White Wedding" stürmten die Charts.
Bald war's aber vorbei mit der Idol-Herrlichkeit. Die folgenden Alben floppten, zudem raste er mit dem Motorrad in einen Laster, woraufhin er von einer Zeitung schon für tot erklärt wurde. War er zum Glück nicht, jedoch waren zahlreiche Operationen nötig, um sein Bein vor einer Amputation zu bewahren. Kurz darauf klopfte der Tod ein zweites Mal bei Billy Idol an, als er mit einer Überdosis Heroin auf der Intensivstation aufwachte. Die nächsten Jahre wurde es still um ihn. Laut eigener Aussage dachte er viel nach, schaute seinem Sohn beim Baseball-Spielen zu und fuhr auch wieder mit dem Motorrad quer durch die Staaten (Zitat Idol: "Ein echter Rebell lässt sich von einem Stück Blech doch nicht den Weg versperren!").
Der Beginn des neuen Jahrtausends markierte auch für den ewigen Rebellen einen Neuanfang. Ein vielbeachtes Unplugged-Konzert im Rahmen der VH1-Storytellers spülte ihn wieder zurück auf die Bildfläche. Auch sein kongenialer Gitarrist aus "Rebell Yell"-Zeiten, Steve Stevens, kehrt an seine Seite zurück. Und so gelingt es Billy Idol 2005 mit "Devil's Playground" wieder an die alten Erfolge anzuknüpfen. Und seitdem läuft die Maschine wieder rund. 2005 und 2006 gab's sogar zwei brandneue Alben, wobei sich über Sinn oder Unsinn des 2006er Weihnachtsalbums "Happy Holydays" trefflich debattieren lässt. Jenseits allen Diskussionsbedarfs stehen allerdings seit jeher seine Live-Shows, und davon stehen auch 2012 wieder ein paar an.
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Die Veranstaltung »Billy Idol« wurde am Samstag, den 24. März 2012
von
venyoobot
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