Autorenlesung und Gespräch mit LIDIA AMEJKO
Termine:
DO 26.05.2011 / 20.00 Uhr
KulturHaus Taranta Babu, Humboldtstr. 44, 44137 Dortmund, T. 0231-141689
27.- 29.05.2011
„Die Wirklichkeit erweitern“, Schreibwerkstatt für Studenten mit Lidia Amejko, Seminar für Slawistik der Universität Bochum, Anmeldung erforderlich unter E-Mail: bernhard.hartmann@rub.de.
DI 31.05.2011 / 10.00 Uhr
Fakultätssaal im Philosophicum, Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
T. 06131-39 24989, Veranstaltung für Studenten der Polonistik
DI 31.05.2011 / 18.15 Uhr
Fakultätssaal im Philosophicum, Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
T. 06131-39 24989
Gott scheint die Einwohner einer polnischen Plattenbausiedlung vergessen zu haben. Deshalb müssen sie sich selbst um ihre Seelen kümmern. Unsentimental und einfallsreich beschreibt Lidia Amejko Gefallene, wie man sie in jeder Vorstadt trifft: Menschen, die ohne sinnstiftenden Gott auskommen müssen. Da ist die Mutter Duchamp, die über alle und jeden zu schwatzen versteht, oder der heilige Haïdegger, ein obdachloser Wohltäter der Worte, der der profanen Gegenwart ein Fünkchen Metaphysik entlockt. Sie alle schlagen sich die Nächte um die Ohren und stellen sich tapfer der Leere, mit nichts als ein paar Promille Alkohol im Blut.
„Am Anfang war der Beton. Der Herr mischte ihn in wirbelnden Galaxien und goss ihn in die Formen seiner Gedanken. Er rackerte sich ab, bekleckerte sich, na und am siebten Tag wollte Er halt ein bisschen ausruhen. Wie Er aber noch mal hinsah, entdeckte Er in Seiner galaktischen Mischmaschine einen Rest grauer Pampe. ›Was mache ich nur damit?‹, fragte sich der Herr bekümmert. Weil Ihm aber keine Idee kam, spritzte der Herr das letzte bisschen Beton einfach auf ein abgelegenes Fleckchen Erde, als gerade keiner hinsah. So entstand unsere Siedlung.“
Lidia Amejko (geb. 1955) Dramatikerin, Prosaistin und Hörspielautorin; eine der anerkanntesten zeitgenössischen Dramatikerinnen (u. a. „Farrago” und „Verwandlung”). Ihre Dramen wurden in mehrere Sprachen übersetzt und auf zahlreichen Bühnen in und außerhalb Polens aufgeführt. Mit dem Erzählband „Aufsehenerregende Geschichten debütierte sie 2003 als Prosaschriftstellerin. „Die Vorstadtheiligen“ ist ihr erster Roman. Amejko wurde zweimal für den Literaturpreis NIKE nominiert.
Kooperation: Polonicum der Universität Mainz, Slawistik der Universität Bochum, Taranta Babu Dortmund, Dumont Verlag
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Die Veranstaltung Autorenlesung und Gespräch mit LIDIA AMEJKO wurde am Montag, den 4. April 2011 von venyoobot eingetragen.
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