Hannover, Staatsoper Hannover
Götterdämmerung
Siegfried und Brünnhilde vereint! Der Beginn des vierten Abends der Tetralogie gäbe allen Anlass, auf ein positives Ende zu hoffen: Ohne voll und ganz um seine Unheil stiftende Macht zu wissen, befindet sich Siegfried im Besitz des Ringes und hat obendrein seine Liebe zu Brünnhilde entdeckt, der er eben jenen Ring als Unterpfand seiner Liebe schenkt. Aus dem Fluch beladenen Machtsymbol ist ein Symbol der Liebe geworden.
Doch Brünnhildes Liebe kann den unbedarften, abseits jeglicher Zivilisation in der Obhut eines seltsamen, verbitterten Sonderlings Aufgewachsenen nicht gegen die Bosheit einer von Machtgier und Neid korrumpierten Welt schützen, in deren Intrigen-Netz sie selbst sich schließlich verstrickt.
Am Ende ist Siegfried tot, Walhall brennt, Wotan und Brünnhilde löschen sich selber aus.
Mit der "Götterdämmerung" sind wir am Ende von Wagners opus magnum angelangt, und doch in mancherlei Hinsicht auch am Anfang. Denn für Wagners Konzeption der gesamten Tetralogie war Siegfrieds Tod, so der ursprüngliche Titel der Götterdämmerung, Keimzelle und Ausgangspunkt: Erst im Laufe der Arbeit am Text dieses Werks entstand der Plan, auch die opulente Vorgeschichte bis hin zum Raub des Rheingoldes in drei weiteren Opern zu erzählen. Trotz dieser Planänderung hat sich jedoch in der "Götterdämmerung" viel vom ursprünglichen Vorhaben, einen nicht unerheblichen Teil der Handlung in zahlreiche zum Teil retrospektive Erzählungen zu verlagern, erhalten. So beginnt die Oper nicht nur mit einem ausführlichen »Was bisher geschah« der drei Nornen, auch innerhalb des Werkes wird – mehr als in den anderen drei Teilen der Tetralogie – immer wieder Vergangenes aufgerollt und von Geschehenem berichtet: Gunther erfährt von Siegfried und Brünnhilde zum ersten Mal durch die Erzählungen seines Halbbruders Hagen, Waltraute schildert ihrer Schwester Brünnhilde die Endzeitstimmung Wotans (der in der Götterdämmerung persönlich überhaupt nicht mehr erscheint), Siegfried wird zum wehrlosen Opfer Hagens, weil er sich in Erinnerungen an seine eigene Vergangenheit verliert – bis hin zum berühmten Trauermarsch, in dem das Orchester in die Rolle
des Erzählers schlüpft, um noch einmal das Schicksal des Wälsungen-Geschlechts aufzurollen, an dessen Ende Siegfrieds Tod steht. Brünnhildes langer Schlussmonolog ist der End- und Zielpunkt eines Entwurfs, der die bis dahin geltenden Regeln einer Dramaturgie des Musiktheaters aus den Angeln zu heben scheint. Wie der innere... mehr Verfall der im Ring des Nibelungen vorgestellten Welt immer unaufhaltsamer voranschreitet, so scheint auch die Handlung in ihrer Erzählweise immer brüchiger zu werden. Es sind die Versatzstücke der Vergangenheit, die wie ein Fluch auf der Gegenwart lasten und den Handlungsspielraum immer mehr einengen. So bietet am Ende – wie so oft bei Wagner – nur die totale Vernichtung einen Ausweg: Mit der Auslöschung der lastenden Vergangenheit ist der Gegenwart zumindest die Chance einer Zukunft gegeben.
Musikalische Leitung: Wolfgang Bozic
Inszenierung: Barrie Kosky (2011)
Bühnenbild: Klaus Grünberg
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Weitere Termine für Götterdämmerung
Veranstaltungsarchiv für Götterdämmerung
| Fr | 10.02.12 | 17:00 Uhr | Frankfurt am Main, Oper Frankfurt |
| Mo | 25.04.11 | 16:00 Uhr | Karlsruhe, Badisches Staatstheater |
| So | 30.01.11 | 16:00 Uhr | Karlsruhe, Badisches Staatstheater |
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»Götterdämmerung« bei venyoo.de
Die Veranstaltung Götterdämmerung wurde am Freitag, den 29. Oktober 2010 von venyoobot eingetragen.
Diese Seite wurde bisher 985 mal aufgerufen. Das Event ist der Rubrik Theater zugeordnet. Zu dieser Veranstaltung haben wir aktuell fünf vergangene und acht zukünftige Termine. Für fünf kommende Termine von »Götterdämmerung« sind bei unseren Partnern noch Karten (Tickets) im Vorverkauf bestellbar.
In drei Städten finden im Moment noch Termine für die Theateraufführung Götterdämmerung statt, nämlich in Halle (Saale), München und in Hannover. Der letzte Termin findet am Samstag, den 9. März 2013 um 16:00 Uhr statt.
Weitere Theateraufführungen in Hannover
Weitere Theateraufführungen in Hannover sind zur Zeit Der Alte Mann Und Das Meer, die Theateraufführung Fatima, Ekel Alfred - Ein Herz Und Eine Seele, The Boss of it all, Kasimir und Karoline, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, 2001 : A Space Odyssey, Orchestre De Paris, Sesamstrasse Feiert Geburtstag und Krimidinner - Das Original (Krimi-Dinner).
Beliebte Veranstaltungen in Hannover
Weitere beliebte Veranstaltungen in Hannover sind zur Zeit das Konzert Aida Night Of The Proms 2012, Pur, Motörhead, Monsters Of Liedermaching, die Comedy-/Kabarett-Veranstaltung Atze Schröder, die Show Alegria - Cirque du Soleil, das Konzert Die große NDR1 Niedersachsen Starparade, Coldplay, die Theateraufführung Shadowland und die Show DAS PHANTOM DER OPER.
