D-A-D

D-A-D lassen sich weder in schöne Worte kleiden noch in enge Schubladen pressen. Die Dänen gelten als die Urahnen des „Cowpunk“ und zelebrieren ihre Mischung aus Punk, Rock und melodischen Riffs mit einer derartigen Wucht, dass die Wände wackeln.

Den letzten Kick bekommt das Quartett durch die monumentale Stimme Jesper Binzers, der mit seiner gesanglichen Gratwanderung durch die Welt der Oktaven neue Tonarten hervorzubringen scheint. Freunden bizarrer Bässe gilt Stig Petersen als Prophet. Seine abenteuerlich gestalteten Dicksaiter sind nicht nur fett, sondern auch sparsam bespannt. Dem Raketenbass reicht ein dickes Seil als Fahrkarte in die Zwerchfelle, der Stockbass ist ein Zweisaiter – und ein konventioneller Viersaiter mutiert in Stigs Händen zu einem kompletten Bassorchester.

In Dänemark ist D-A-D sicher die bekannteste, beliebteste und größte Rockband. Davon zeugen nicht nur die überragenden Vorstellungen als Headliner beim legendären Roskilde Festival, sondern auch die vielfachen Doppel-Platin-Auszeichnungen. Grund genug für die Mannen um die Binzer-Brüder, immer noch Gas zu geben und sich musikalisch weiter so richtig ins Zeug zu legen. So folgten dem 2008er Album „Monster Philosophy“ im letzten und in diesem Jahr zahlreiche Tourneen, die sie im September und November 2009 auch nach Jüchen führten. D-A-D, das ist Musik in jeder Pore, Punk und Melodie, Rock und Melancholie.

Das reicht von „Beautiful Together“ über „Revolution“ bis hin zu „River“ und „Milk and Honey“. Gerade heraus gespielt, ohne Honig um den Bart zu streichen. Disneyland After Dark war gestern, D-A-D ist heute. Geradlinig, klar und knackig. Grund genug, die rockenden Wikinger ein drittes Mal nach Jüchen einzuladen, denn sie passen nicht nur gut zu POLO, weil sie in diesem Jahr ebenfalls Geburtstag feiern, sondern auch, weil sie die Nase in den Wind halten statt sie, verschnupft vom Alltagstrott, zu rümpfen. Und was ist aus dem ursprünglichen Namen geworden?

Das ist Historie – aber auch eine Geschichte. Im Anschluss an eine erfolgreiche Welttournee, welche auch in den USA für viel erfreulichen Wirbel sorgte, wurde die Walt Disney Company auf die Band aufmerksam und setzte gerichtlich durch, dass der Begriff „Disneyland“ nicht länger verwendet werden durfte. Von nun an firmierte die Band unter dem Namen D.A.D, nun umgeschrieben in das internetfreundliche D-A-D. So einfach geht Geschichte – genau wie die Musik der rockenden Wickinger.

Veranstaltungsarchiv für D-A-D

Fr 17.02.12 20:30 Uhr
Schweinfurt, Kulturhaus Stattbahnhof
So 12.02.12 20:00 Uhr
Köln, Luxor
So 05.12.10 21:00 Uhr
Nürnberg, Hirsch
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Die Veranstaltung D-A-D wurde am Donnerstag, den 28. Oktober 2010 von venyoobot eingetragen.

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