Händel und Zeitgenossen-Oper im instrumentalen Gewand

Michael Schneider (Block- und Traversflöte), Annette Schneider (Violoncello), Sabine Bauer (Cembalo)

Meister der Barockoper
Auch Opernkomponisten schrieben zuweilen Blockflötensonaten: Händel komponierte mindestens 6, Telemann um die 9 und Hasse immerhin mindestens eine, die vor kurzem wieder gefunden wurde.
In den Sonaten all dieser genannten Komponisten ist das opernhafte denn auch in vieler Hinsicht präsent: Arien für die verschiedensten Affektzustände, tanzbetonte Sätze, Deklamatorisches (in Händels D-Dur Sonate gibt es ein echtes Rezitativ) und Bravour-Piècen bei Hasse bilden die Bausteine dieser kammermusikalischen Gebilde.
Zwischen den drei Komponisten gab es zudem genügend persönliche Anknüpfungspunkte: Händel brachte in seinen Pasticcio-Opern Musik des weltberühmten und stilistisch doch anders orientierten Johann Adolf Hasse auf die Londoner Bühne und arbeitete dort auch mit Faustina Bordoni, Hasses Gattin. Sowohl Händel als auch Hasse galten in Italien als „Cari Sassoni". Telemann führte in seinem Opernhaus in Hamburg Händels Opern in eigenen Bearbeitungen auf.

J.S.Bach hat , wie wir wissen, keine Opern geschrieben- darf aber in einem Programm mit Händel und seinen deutschen Zeitgenossen nicht fehlen. Ein Werk wie die "Chromatische Fantasie", der „Matrix" für die „Freien Fantasien" seiner Söhne, enthält mit seiner Rezitativmelodik, seinen dramatischen Strukturen und seinen Lamentobässen strukturell Vieles, das nur als aus der Oper geboren begriffen werden kann. Einzig die unbegleitete Flötensuite von Blockwitz hat so gar nichts mit Oper zu tun. Allerdings weist die Entstehung dieser Stücke, seien sie jetzt von Blockwitz oder Quantz oder sonst jemandem (was nicht ganz geklärt ist), deutlich an den Dresdner Hof. Man mag annehmen dass sie für Buffardin geschrieben sind und dass Bach diese Stücke als Anregung für seine unbegleitete Flötenpartita genommen haben könnte. Und Dresden war nun mal das Zentrum für barocke Oper auf deutschem Boden schlechthin.

Karten und Informationen unter Tel. 0621 / 83 21 270 oder im Internet unter www.allegra-online.de
Einzelkarte für Erwachsene: 15,- EUR

Veranstaltungsarchiv für Händel und Zeitgenossen-Oper im…

So 16.05.10 17:00 Uhr
Institut für Stadtgeschichte / Karmeliterkloster

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Die Veranstaltung Händel und Zeitgenossen-Oper im instrumentalen Gewand wurde am Donnerstag, den 15. April 2010 von venyoobot eingetragen.

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