Compagnie Marie Chouinard (Montrael, Kanada)

Künstlerische Leitung: Marie Chouinard

Eine Produktion von Marie Chouinard
Koproduzenten: National Arts Centre (Ottawa), Montreal High Lights Festival, Schlossfestspiele (Ludwigsburg), Théâtre de la Ville (Paris), Venice Biennale, White Bird (Portland) mit Unterstützung ImPuls Tanz (Wien)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS
Choreographie, Licht, Bühne, Requisiten: Marie Chouinard
Kostüme und Hair Stylist: Vandal
Make-up: Jacques-Lee Pelletier
Produktions-Managerin: Nadia Bellefeuille
Licht-Design-Assitenz: Erwann Bernard, Marc Tétreault

Musik: Louis Dufort: Variationen der Variationen
J. S. Bach: Goldberg Variationen, Nr. 5, 6 und 8.
Stimmauszüge von Glenn Gould. Mit freundlicher Erlaubnis von Glenn Gould and Sony BMG Music (Canada). Glenn Gould: A State of Wonder: The Complete Goldberg Variations (1955 & 1981)

Uraufführung bei der Tanz-Biennale in Venedig, 18. Juni 2005

»Was als Provokation gesehen wird, ist eher ein Weg in die Freiheit, wo Mitgefühl und Humor möglich sind und Eros allgegenwärtig. (...) Das Erste, was bei mir tanzt, ist der Atem. Was mich inspiriert, ist zu atmen. (...) Es geht um den Menschen und seine Beziehung zum Kosmos. Dazu gehört Spiritualität und auch Sexualität.« (Marie Chouinard Die Presse, 2008)

Die Kanadierin Marie Chouinard gründete 1990 die Compagnie und wurde mit ihren eigenwilligen Choreographien weltberühmt. Der Tanz wird bei ihr eine spirituelle Kunstform; mit technischer Virtuosität und der Kreation von immer wieder neuartigen Bewegungsabläufen zelebriert. Ihr Rohmaterial sind die Körper ?der Tänzer, ihre Bewegungen, ihre Instinkte und vitalen Impulse.

Chromblitzende Utensilien, Stangen und andere Hilfsmittel nützt die Choreographin Marie Chouinard, um das Bewegungsvokabular des klassischen Balletts in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Im Mittelpunkt ihrer Performance bODY_rEMIX steht die Auseinandersetzung mit Themen wie Schönheit und Deformation, Vollkommenheit und Kontrollverlust. Tatsächlich bewegt sich das Werk zwischen Extremen. Die Tänzerinnen und Tänzer mit ihren knappen Bandagen – dünnen Streifen hautfarbenen Stoffes – verbergen fast nichts. Sie präsentieren jeden einzelnen Körper sowohl in der Perfektion als auch in der Unvollkommenheit seiner Bewegungen. Zwei Tänzerinnen, die mit jeweils einem Bein aneinander gefesselt sind, ein Duell zweier Männer zwischen zwei Barren, und Vögeln gleich schweben zwischendurch immer wieder einzelne Frauen, an Seilen aufgehängt, über die Bühne. Eindrucksvolle... mehr Momente.

So wie die Choreographin die elektronisch stark manipulierten Goldberg-Variationen in der Interpretation von Glenn Gould verzerrt und verändert, veräußert sie auch das Ballett – und zerlegt es in seine Bestandteile. Der Tanz entblößt sich ebenso wie seine Interpreten. Anders zusammengesetzt und durch Stangen abgestützt, verwandelt sich der tanzende Körper in ein hybrides Wesen zwischen Mensch und Maschine, ohne dass ihm deshalb seine Sinnlichkeit, seine Sexualität abhanden kommt. Im Gegenteil, ein lüsterner Tänzer zeigt, was man alles mit einer Stange anstellen kann, und was ein echter Trapez-Akt ist, erfährt der Zuschauer in bODY_rEMIX auch endlich.

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So 26.02.12 19:30 Uhr
Theater der Stadt Schweinfurt

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Die Veranstaltung Compagnie Marie Chouinard (Montrael, Kanada) wurde am Donnerstag, den 18. August 2011 von venyoobot eingetragen.

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