Freier Zugang für alle? – Was Open Access für Wissenschaft und Verlage bedeutet
Das Internet eröffnet Wissenschaftlern neue Möglichkeiten und Perspektiven im Umgang mit Wissen, wie sie im Druckzeitalter nicht denkbar waren. Sie sollten einen möglichst einfachen und kostenlosen Zugang „zu den Ergebnissen öffentlich geförderter Forschung“ haben, so die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Die Idee einer offenen Wissenschaftskommunikation wie „Open Access“ entspricht damit ganz den traditionellen Werten akademischen Arbeitens. Es geht um den Austausch von Ideen und Ergebnissen, der gemeinsamen Suche nach Erkenntnis und der Verbreitung von Wissen zum Wohle der Gesellschaft.
Dennoch ist Open Access kein rechtsfreier Raum. Befürworter entwickelten eigene Rechtsmodelle, mit denen ein Autor der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an seinen Werken – wie zum Beispiel Texte, Bilder, Musikstücke oder Videoclips – einräumen kann. Wie aber kann sich die Verlagsbranche in diesen massiven Umwälzungsprozess positionieren? Im Laufe der letzten Jahre verhärteten sich die Fronten zwischen Verlagen und Wissenschaftlern. Angesichts des unaufhaltsamen Vordringens des Internets in zahlreiche Lebensbereiche hinein müssen tragfähige Geschäftsmodelle für die Verlagsbranche gefunden werden. „Die Finanzierung von Open-Access-Publikationen erfordert eine Umschichtung der Kosten“, meint dazu Jan Velterop vom Springer Verlag. Lösungen für das elektronische Publizieren werden diskutiert und bahnen sich ihren Weg.
Darüber, wen die Problematik tatsächlich betrifft und wie man die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten unter einen Hut bekommt, diskutieren am 29. Februar ab 18.00 Uhr im Wissenschaftszenturm Bonn: der Jurist Prof. Dr. Gerald Spindler, Dr. Michael Kaiser, Redaktionsleiter der Online-Publikationsplattform „perspectivia.net“ sowie Ulrich Korwitz, Direktor der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin und der Verleger Matthias Ulmer vom Verleger-Ausschuss des Börsenvereins. Es moderiert die freie Wissenschaftsjournalistin Dr. Simone Rödder.
Der Eintritt ist frei, im Anschluss wird zu einem Empfang geladen. Um Anmeldung bei Frau Dr. Karla Neschke unter neschke[at]leibniz-gemeinschaft.de wird gebeten.
Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zu den Referenten finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de. Dort stehen Ihnen... mehr auch Fotos der Referenten zum Download für Pressezwecke kostenfrei zur Verfügung. Interviews mit den Referenten sind auf Anfrage möglich.
Hintergrund
„Geisteswissenschaft im Dialog“ ist ein gemeinsames Projekt der Leibniz-Gemeinschaft, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan. Die Veranstaltungsreihe ist eingebunden in die Initiative „Wissenschaft im Dialog“.
Kontakt
Katharina Freund, Pressereferentin „Geisteswissenschaft im Dialog“
Eduard-Pflüger-Straße 55, 53113 Bonn
Tel: (0228) 30815-222 E-Mail: freund[at]leibniz-gemeinschaft.de
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Veranstaltungsarchiv für Freier Zugang für alle? – Was Open…
| Mi | 29.02.12 | 18:00-20:00 | Wissenschaftszentrum Bonn |
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Die Veranstaltung Freier Zugang für alle? – Was Open Access für Wissenschaft und Verlage bedeutet wurde am Mittwoch, den 11. Januar 2012 von G-i-D eingetragen.
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