"Von wegen sicher": Das Konzept der "sicheren Herkunftsstaaten" in der Kritik - Über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa

Seit Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt haben, werden Asylbewerber*innen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als Antragsteller*innen zweiter Klasse behandelt. Ihre Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und Beschäftigungsverbot. Die Zahl der Abschiebungen ist rasant angestiegen. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für mehrere Tausend Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem als „Geduldete“ in Deutschland leben. Auch ihnen droht die Abschiebung in eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist. Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina) wird über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa, insbesondere Serbien, sowie über die schwerwiegenden Folgen dieser Asylrechtsänderung berichten. Veranstaltung mit Übersetzung.

Veranstaltet vom Flüchtlingsrat HH, Rosa Luxemburg Stiftung HH, Minerva Consulting & Research im Rahmen der Reihe „Die Verstrickungen Europas in Flucht und Migration“

Ort: W3-Saal
Preis: Spende

Veranstaltungsort und Adresse

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

    16. Februar 2017

  • Do
    16.02.2017
    19:30

"Von wegen sicher": Das Konzept der "sicheren Herkunftsstaaten" in der Kritik - Über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa

Diese Veranstaltung in Hamburg (Altona) wurde von W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. veröffentlicht. "Von wegen sicher": Das Konzept der "sicheren Herkunftsstaaten" in der Kritik - Über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa ist den Rubriken Diskussion, Abschiebung, Antirassismus und Asylrecht zugeordnet.