Freitagskonzert 8 Beethoven Orchester Bonn

    28. Juni 2019

  • Fr
    28.Jun
    20:00

Sehnsucht

George Enescu
Rumänische Rhapsodie Nr. 1 op. 11

Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77

Béla Bartók
Der wunderbare Mandarin op. 19 SZ 73

Sayaka Shoji Violine
Beethoven Orchester Bonn
Dirk Kaftan Dirigent


Sehnsucht
Man könnte vielleicht sagen, dass letzten Endes alle Musik Ausdruck von Sehnsucht ist – aber bei manchen Stücken ist das schmerzhafte Verlangen nach Liebe, nach Heimat, oder auch nach Ferne so zentral, so mächtig, dass es uns ganz überwältigt, wenn es uns im rechten Moment trifft.
Eines dieser Stücke ist Béla Bartóks Der wunderbare Mandarin: Die Bilder, die hier heraufbeschworen werden, sind so mächtig, dass der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer das Werk nach der Uraufführung 1926 vom Spielplan nehmen ließ. Die Geschichte von einer Hure und drei Gaunern, von Liebesspiel und Mord, von den prosaischen Lichtern der Großstadt und dem unheimlichen Hauch der Exotik. Bartóks Musik ist unverkennbar ungarisch und lässt unsere Gedanken doch in die Ferne schweifen, sie ist modern und doch zeitlos. Zum Abschluss der Saison: Eine der ganz großen Partituren des 20. Jahrhunderts.
Auch das Auftaktstück des Abends ist sehnsuchtsgetränkt: Der Rumäne George Enescu war dem Lebenslauf nach Kosmopolit, dem Herzen nach jedoch immer Rumäne. Von den traurigen und fröhlichen Erinnerungen an die Heimat erzählt Enescus größter Erfolg, die 1. Rumänische Rhapsodie, die uns von der schlichten Hirtenmelodie zur Raserei einer großen Folklore-Kapelle führt.
Sayaka Shoji ist hierzulande noch beinahe ein Geheimtipp. Erstaunlich, wenn man weiß, dass sie Exklusivkünstlerin bei der Deutschen Grammophon ist, als jüngste Wettbewerbsteilnehmerin 1999 den Paganini Wettbewerb in Genua gewann, und seitdem mit den großen Orchestern und Dirigenten auftritt, darunter Valery Gergiev, Yuri Termikanov, Dmitri Ashkenazy, Krzysztof Penderecki und vielen anderen. Sayaka Shoji ist eine die Genregrenzen sprengende Künstlerin: Sie produzierte Videos und wirkte an Theaterprojekten mit. Die Tochter einer Malerin und Enkeltochter einer Dichterin verbrachte ihre frühe Kindheit in Italien, wohin sie auch zum Studieren zurückkehrte, nachdem sie in Japan zur Schule gegangen war. Wir schätzen uns glücklich, dass sie mit uns das Violinkonzert von Johannes Brahms spielt: Mit seiner heiteren Grundstimmung, dem träumerischen langsamen Satz und dem ungarisch-packenden Finale ist es eines der wenigen Brahms‘schen Werke, das wirklich im Sommer angesiedelt sein mag und nicht im Herbst.

19:15
Konzerteinführung
Tickets: € 34 / 30 / 26 / 21 / 17
Die Rumänische Rhapsodie und Der wunderbare Mandarin auch Im Spiegel 4
Bei diesem Konzert erhalten Schulklassen und Musikkurse der Mittel- und Oberstufe Eintrittskarten für € 5 / Schüler (begrenztes Angebot)
https://shop.derticketservice.de/beethovenorchester-bonn/details/?evId=1757191
Veranstalter: www.beethoven-orchester.de

Veranstaltungsort und Adresse

Opernhaus Bonn, Am Boeselagerhof 1, 53111 Bonn

Freitagskonzert 8 Beethoven Orchester Bonn

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