Gehen oder Der zweite April

Lore und Arno, seit 50 Jahren ein Paar, haben ihre drei Kinder Anna, Jan und Jule zum Essen eingeladen, um mit ihnen etwas zu besprechen. Doch der Abend beginnt holprig: Anna hat entgegen der Absprache ihre kleine Tochter Emma dabei, Jan ist schon auf dem Sprung zu einem Anschlusstermin und Jule hat ihren altersschwachen Kater im Schlepptau. Keine ideale Ausgangssituation für ein Gespräch. Beim Essen lässt Lore dann die Bombe platzen: „Wir haben beschlossen, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden.“ Am zweiten April, dem Tag, als sich Lore und Arno kennengelernt haben, möchten sie selbstbestimmt und in Würde ihrem Leben durch einen Giftcocktail ein Ende setzen. Arno plagen die ersten Anzeichen von Alzheimer und Lore will kein Leben ohne ihn, „wo alles nur noch Erinnerung ist“. Wenn man gemeinsam angefangen und gelebt hat, sollte man dann nicht auch das Leben gemeinsam beenden? Die Kinder sind schockiert. Sie reagieren mit Wut und Unverständnis. Aggressionen brechen sich Bahn. Ist dieser Entschluss nicht egoistisch? Sollten Lore und Arno nicht für ihre Kinder da sein und am Leben bleiben? Und was ist jetzt zu tun? Müssen die Geschwister die Entscheidung respektieren oder dürfen sie das Vorhaben boykottieren? Der Entschluss der Eltern wird zur Zerreißprobe für die ganze Familie.

Veranstaltungsort und Adresse

Hans Otto Theater, Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

Gehen oder Der zweite April

Diese Veranstaltung in Potsdam (Nördliche Vorstadt) wurde von venyoobot veröffentlicht. Gehen oder Der zweite April ist den Rubriken Schauspiel und von Jean-Michel Raber zugeordnet.

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