IS deutsche Räuber im Dschihad

    23. April 2020 - 26. April 2020

  • Do
    23.Apr
    20:00
  • Fr
    24.Apr
    20:00
  • Sa
    25.Apr
    20:00
  • So
    26.Apr
    20:00

Wenn wir heute von Selbstmordattentat reden, dann denken wir zu allererst an den islamistischen fundamentalistischen Terrorismus. Doch diese Annahme lässt außer Acht, dass deutsche/westliche Geschichte und Literatur auch Beispiele hierfür hat. In Schillers Räuber findet sich in Karl Mohr, der eigentlich eine Lichtgestalt ist, eine dunkle Schattenseite. Er gründet eine Räuberbande, raubt und mordet, um den Armen zu geben, doch am Ende erschrickt er selber über die Gewaltexzesse seiner Bande – späte Einsicht.
Mit Unverständnis beobachtet die westliche Welt heute, wie ihre eigenen Kinder die Heimat verlassen, um in einen Krieg zu ziehen, den sie Dschihad und der Westen Terrorismus nennt. Ist der Weg in den Dschihad eine Jugendkultur, eine Rebellion gegen das Wertesystem der Gesellschaft oder dessen Fehlen? Was bewegt diese jungen Menschen? Finden sie in der Radikalisierung einen Gegenentwurf zum verweichlichten/verlogenen Elternhaus?
Dieser Krieg richtet sich gegen die Werte der westlichen Gesellschaften, gegen das eigene Elternhaus. Dabei ist Terrorismus weniger eine Militär-, sondern vielmehr eine Kommunikationsstrategie, schenkt das Selbstmordattentat doch demjenigen uneingeschränkte mediale Aufmerksamkeit, der sonst nicht zu Wort kommt. Der Weg führt in die Wüste oder in den Wald und schließlich vor Gericht!
In der Freihandelszone beginnt das Stück mit einer performativen „Räuber“-Installation. Dem gründen einer Bande und ihrer Sprengung. Von dort wird der Besucher in das monumentale Kirchengebäude von Sankt Gertrud geleitet, einem Ort der offenen Begegnung und religiösen Auseinandersetzung, der Liebe und der Kunst, aber auch zu einer Gerichtsverhandlung.
Mit: Asta Nechajute, Lisa Freudenthal, Luica Schulz, Fabian Kuhn
Regie: Andrea Bleikamp / Dramaturgie, Textfassung: Rosi Ulrich / Video: Jens Standke / Musik: Sergej Maingardt / Ausstattung: Claus Stump / Licht: Jan Wiesbrock / Technik: Jens Kuklik / PR: mechtild tellmann kulturmanagement/ ÖA: neurohr & andrä GbR

Eine Produktion des WEHR51, in Koproduktion mit sankt gertrud: kultur + kirche, Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln
Gefördert von: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Kunststiftung NRW

Veranstaltungsort und Adresse

Freihandelszone, Krefelder Straße 71, 50670 Köln

IS deutsche Räuber im Dschihad

Diese Veranstaltung in Köln (Innenstadt) wurde von MTellmannKulturmanagement veröffentlicht. IS deutsche Räuber im Dschihad ist den Rubriken Tanztheater und Performance zugeordnet.

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