Verlust. Ein Grundproblem der Moderne

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  • Do
    21.Nov
    19:30
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Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und in die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren. Wie ist das zu erklären? Und was bedeutet es für die Zukunft?

Andreas Reckwitz leistet Pionierarbeit und präsentiert mit "Verlust. Ein Grundproblem der Moderne" (Suhrkamp 2024) die erste umfassende Analyse der sozialen und kulturellen Strukturen, die unser Verhältnis zum Verlust prägen. Unter dem Banner des Fortschritts, so legt er dar, wird die westliche Moderne schon immer von einer Verlustparadoxie angetrieben: Sie will (und kann) Verlusterfahrungen reduzieren – und potenziert sie zugleich. Dieses fragile Arrangement hatte lange Bestand, doch in der verletzlichen Spätmoderne kollabiert es. Das Fortschrittsnarrativ büßt massiv an Glaubwürdigkeit ein, Verluste lassen sich nicht mehr unsichtbar machen. Das führt zu einer der existenziellen Fragen des 21. Jahrhunderts: Können Gesellschaften modern bleiben und sich zugleich produktiv mit Verlusten auseinandersetzen? Ein wegweisendes Buch, das Andreas Reckwitz im Gespräch mit Jens Bisky vorstellt.

Foto: Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag

Veranstaltungsort und Adresse

Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin

Verlust. Ein Grundproblem der Moderne

Diese Veranstaltung in Berlin (Schöneberg, Tempelhof-Schöneberg) wurde von venyoobot veröffentlicht. Verlust. Ein Grundproblem der Moderne ist den Rubriken Podiumsgespräch und Andreas Reckwitz und Jens Bisky zugeordnet.

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